Endoskopie

Allgemeines

Vor Beginn einer Magen- oder Dickdarmspiegelung versetzen wir Sie, sofern gewünscht, mithilfe einer „Schlafspritze“ in einen kurzen Dämmerschlaf (auch: Analgosedierung genannt), so dass die endoskopische Untersuchung für Sie schmerzfrei verläuft. Während des Dämmerschlafs erfolgt eine kontinuierliche Kreislaufüberwachung.

Bitte beachten Sie, dass Sie nach einer Endoskopie im Dämmerschlaf (Analgosedierung) am gleichen Tag nicht mehr verkehrs- und geschäftstüchtig sind und eine Begleitperson ratsam ist, um Sie auf Ihrem Nachhauseweg zu begleiten.  

Für den Untersuchungstag erhalten Sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

Unsere endoskopischen Untersuchungen erfolgen gemäß den Hygienerichtlinien des Robert-Koch Institutes, deren Einhaltung halbjährlich durch unabhängige Kontrollen eines externen Hygiene-Labors bestätigt wird. Zudem erfolgt nach jeder Untersuchung die Reinigung, Desinfektion und Aufbereitung des Endoskops durch Vollwaschautomaten, die den Goldstandard der Endoskopiereinigung darstellen.

Magenspiegelung (Gastroskopie)

Bei dieser Untersuchung wird ein dünnes, biegsames Endoskop (Durchmesser 9 mm) durch den Mund entlang der Speiseröhre und den Magen bis in den Zwölffingerdarm eingebracht. Währenddessen können durch eine hochauflösende Videooptik an der Endoskopspitze krankhafte Veränderungen (z.B. eine Magenschleimhautentzündung, Polypen oder Geschwüre von Magen und Zwölffingerdarm) sichtbar gemacht werden. Bei auffälligen Befunden erfolgt direkt im Rahmen der Untersuchung unter endoskopischer Sicht die Entnahme von kleinen Gewebeproben, die anschließend von einem Pathologen mikroskopisch untersucht werden. Die Dauer der gesamten Untersuchung beträgt ca. 5 bis 10 Minuten.

Bitte beachten Sie, dass Sie nach einer Endoskopie im Dämmerschlaf (Analgosedierung) am gleichen Tag nicht mehr verkehrs- und geschäftstüchtig sind und eine Begleitperson ratsam ist, um Sie auf Ihrem Nachhauseweg zu begleiten.

Dickdarmspiegelung (Coloskopie)

Entscheidend für eine gute Beurteilbarkeit der Dickdarmschleimhaut ist das Trinken eines Abführmittels vor der Untersuchung, um so den Darm von Nahrungs- und Stuhlresten zu säubern.

Bei der Darmspiegelung wird vom Enddarm aus ein dünnes, biegsames Endoskop eingebracht und durch den gesamten Dickdarm (Colon), bis in den Übergangsbereich zum Dünndarm vorgeschoben.

Die hochauflösende Videooptik des Endoskops überträgt das Untersuchungsbild auf einen externen Monitor, so dass die Schleimhautoberfläche des gesamten Dickdarms sehr genau auf Veränderungen untersucht werden kann. Aus auffällig veränderten Arealen der Dickdarmschleimhaut können mehrere kleine Gewebeproben entnommen werden, die anschließend von einem Pathologen mikroskopisch untersucht werden.

Besonders bedeutsam ist die Identifikation von Dickdarmpolypen in der Darmkrebsvorsorge, da sich ein Dickdarmkrebs in ca. 95% der Fälle aus einem zunächst gutartigen Polypen entwickelt. Die Abtragung von Polypen (sog. Polypektomie) erfolgt in der gleichen Untersuchung und ist aufgrund des Dämmerschlafs komplett schmerzfrei.

Der Dickdarm ist ca. 1,5 Meter lang, so dass die Untersuchungsdauer ca. 20 Minuten beträgt. Zur Entfaltung des Darms während der Untersuchung verwenden wir Kohlendioxid (CO2), da dieses Gas – im Vergleich zur Verwendung von Raumluft – ca. 150-mal schneller von der Dickdarmschleimhaut aufgenommen wird und daher nach der Untersuchung keine Schmerzen verursacht.

Bitte beachten Sie, dass Sie nach einer Endoskopie im Dämmerschlaf (Analgosedierung) am gleichen Tag nicht mehr verkehrs- und geschäftstüchtig sind und eine Begleitperson ratsam ist, um Sie auf Ihrem Nachhauseweg zu begleiten.

Darmkrebsvorsorge

Entscheidend für eine gute Beurteilbarkeit der Dickdarmschleimhaut ist das Trinken eines Abführmittels vor der Untersuchung, um so den Darm von Nahrungs- und Stuhlresten zu säubern.

Bei der Darmspiegelung wird vom Enddarm aus ein dünnes, biegsames Endoskop eingebracht und durch den gesamten Dickdarm (Colon), bis in den Übergangsbereich zum Dünndarm vorgeschoben.

In Deutschland ist Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern und Frauen. Statistisch betrachtet erkrankt jeder 20. Mensch im Verlauf seines Lebens an Darmkrebs. Die wirksamste Vorsorgemethode ist die Dickdarmspiegelung, die deswegen ab dem 50. Lebensjahr empfehlenswert ist.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für eine Darmspiegelung zur Darmkrebsvorsorge bei Frauen ab dem 55. Lebensjahr und bei Männern bereits ab dem 50. Lebensjahr. Sollte im Rahmen der Dickdarmspiegelung ein Polyp entfernt werden, ist das Risiko einer Krebsentstehung an dieser Stelle behoben. Allerdings sollte in diesem Fall gemäß den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen in einem angemessenen Intervall eine Kontroll-Endoskopie erfolgen. In Abhängigkeit Ihres Untersuchungsbefundes besprechen wir nach der Coloskopie individuell mit Ihnen, wann eine erneute Untersuchung notwendig ist.

CED

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind die beiden häufigsten Formen der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Beide Erkrankungen treten meist das erste Mal im jungen Erwachsenenalter auf. Trotz großer Fortschritte in der Erforschung der CED ist eine vollständige Heilung dieser Erkrankungen bis heute nicht möglich. Wesentliche Behandlungsziele der medikamentösen, anti-entzündlichen Therapie stellen daher die Vermeidung von Krankheitskomplikationen sowie eine möglichst hohe Lebensqualität, mit möglichst geringen Einschränkungen im Berufs- wie Privatleben, dar.

Basierend auf einer langjährigen Forschungsaktivität, Mitarbeit in wissenschaftlichen Fachgesellschaften sowie der Leitung der CED-Hochschulambulanz des Universitätsklinikums Münster, bieten wir in unserer Praxis eine spezialisierte Betreuung für Patienten mit CED unter Berücksichtigung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und  dem Einsatz aller verfügbaren Medikamente.

Wenn Sie sich das erste Mal bei uns vorstellen, bringen Sie bitte neben einer Überweisung von Ihrem behandelnden Arzt auch die Ihnen vorliegenden Vorbefunde (z.B. Blutwerte, Stuhluntersuchungen, Endoskopie- sowie CT/MRT-Befunde) mit.


Wir sind Mitglied in folgenden Institutionen und beteiligen uns auch hier an gemeinsamen Forschungsprojekten im Kontext der CED: